Die Dorfkirche Schöneiche (Kleinschönebeck)
             Dorfaue 21, Ecke Stegeweg
Schlüssel im "Heimathaus", schräg gegenüber (Dorfaue 8), Mi–Fr 9–12 und 13–17 Uhr, Sa und So 10–12 und 13–16 Uhr
zum Terminkalender der ev. Kirchengemeinde
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Förderkreis Alte Kirchen in Berlin-Brandenburg e.V.
Offene Kirchen in Berlin-Brandenburg
Gebäudebeschreibung durch den Schöneicher Heimatverein
Mitten im Dorf, im ursprünglichen Klein-Schönebeck, steht die älteste Schöneicher Kirche. Der schöne Feldsteinbau ist ungefähr 500 Jahre alt und bis heute das Gotteshaus der
Evangelischen Kirchengemeinde.

In allen Jahrhunderten kamen Menschen in der Dorfkirche zusammen, um fröhliche und nachdenkliche Gottesdienste zu feiern. Sie hörten dort die Worte der Bibel, fanden Besinnung, Zurechtweisung und Geborgenheit. Und sie sorgten dafür, daß ihre Kirche in schönem und würdigem Zustand an die nächste Generation vererbt werden konnte. Überall an und in dem Gebäude sind Spuren der Vorfahren zu entdecken: So stammt der verbretterte Turmaufsatz nicht aus der Bauzeit der Kirche, sondern erst aus dem Jahr 1680, und in dem schlichten Innenraum fällt der Blick auf einen barocken Kanzelaltar von 1730. Ein Kleinod der Gemeinde ist die silberne Taufschale aus dem Jahr 1860. Sie ist ein Geschenk von Ernst Freiherr von Knobelsdorff, dessen Familie über 100 Jahre das Patronat, heute würde man sagen: die Schirmherrschaft, über diese Kirche innehatte. 

Daß die heutigen Mitglieder und Freunde der Kirchengemeinde ihre kleine Dorfkirche erhalten, davon kündet in leuchtendem Rot das neu gedeckte Dach. Aber daß sie sie auch lieben und mit Leben erfüllen, sieht man daran, daß sie für manche Anlässe im Kirchenjahr zu klein geworden ist.


Gebäudebeschreibung durch den Schöneicher Heimatverein:
Die Kirche ist ein rechteckiger Feldsteinbau aus dem 15./16. Jahrhundert mit unregelmäßigem Mauerwerk. An den Längsseiten sind je drei Hochbogenfenster, die um 1850 vergrößert wurden. In der Ostwand (durch später angefügte Stützpfeiler verstärkt) finden sich zwei gleichartige Fenster. 
Eine Tür in der Nordwand wurde 1850/51 zugemauert. Die Südwand hat eine Pforte mit Rundbogen und Gittertor. Das Kirchenschiff hat eine flache Balkendecke und einen roten Ziegelfußboden. 
Der Turm von 1680 trägt einen schindelngedeckten achtseitigen Spitzhelm auf einem verbretterten Turmaufsatz. 1996 wurden Dach und Turm zuletzt erneuert. In der Turmhalle deuten alte Feldsteinfundamente auf einen früher kleineren Turm. 
Auf dem Kirchhof befinden sich klassizistische Grabdenkmäler und Gräber alter Bauerngeschlechter.


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